Spenden

Scheidung in der Bibel: Was sagt Jesus zu der Debatte?

Ist Scheidung Sünde? Und darf man nach einer Scheidung erneut heiraten?

12. August 2025
Link teilen

Blogcast

Inhaltsverzeichnis

„Darf sich ein Mann von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden lassen?“ Die religiösen Experten zur Zeit Jesu forderten von ihm eine Antwort (Matthäus 19,3), und diese hat seitdem eine heiße Debatte befeuert. Während seine Lehre nahelegt, dass so gut wie jede Scheidung verboten ist und Wiederheirat nach einer Scheidung als Ehebruch gilt, gibt es dennoch gute Gründe, sich den Hintergrund dieser Debatte genauer anzuschauen.

Wenn wir Jesu Worte zu diesem Thema vor dem Hintergrund der biblischen Erzählung hören, tauchen zwei wichtige Punkte auf.

Erstens: Jesus hat nie umfassend über die Ethik von Scheidung und Wiederheirat gelehrt.

Zweitens: Er nutzt das Gespräch zur Rechtfertigung von Scheidung und Wiederheirat als ein Fallbeispiel, um Männer zu entlarven und zurechtzuweisen, die Frauen herabwürdigen oder sie als Objekte betrachten.

Also lass uns beginnen, indem wir die beiden einzigen Texte der hebräischen Bibel untersuchen, in denen es explizit um Scheidung geht. Dann werden wir uns genauer anschauen, wie Jesus die Ehe mit dem Konzept der Schöpfung in Verbindung bringt und damit seinen Gegnern zeigt, wie sie Gottes eigentliche Absicht für die Ehe ignorieren und gleichzeitig schädliches Verhalten gegenüber Frauen normalisieren.

Die Debatte um Scheidung „aus jedem beliebigen Grund“

In der ersten Szene stellen die Pharisäer Jesus mit einer Fangfrage auf die Probe, um ihn dazu zu bringen, sich durch seine Antwort selbst in Verruf zu bringen. Sie fragen, ob sich ein Mann rechtmäßig von seiner Frau scheiden lassen darf, und zwar „aus jedem beliebigen Grund“. Damit versuchen sie, Jesus in eine spezifische Debatte zu ziehen, die während des ersten Jahrhunderts unter jüdischen Rabbis herrschte.

Bibelwissenschafler nennen dies manchmal die „Debatte über Scheidung aus jedem beliebigen Grund“, was sich auf einen Ausdruck aus Vorschriften zur Scheidung aus Deuteronomium 24,1-4 bezieht.

Das Gesetz in Deuteronomium 24,1 erlaubt es einem Mann, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, wenn er „etwas Schändliches“ (NeÜ) oder „etwas Anstößiges“ (HfA) an ihr findet. Der hebräische Begriff ‚ervat davar (ערות דבר) bedeutet wörtlich „Blöße einer Sache“.

Eindeutig uneindeutig… Was bedeutet „Blöße einer Sache“ überhaupt? Nur zwölf Verse vorher finden wir Anweisungen für die angemessene Entsorgung menschlicher Exkremente, gefolgt von „Das Lager soll heilig sein, denn der HERR, euer Gott, zieht selbst mit euch […] Deshalb soll er nichts Anstößiges (‚ervat davar) bei euch sehen, damit er sich nicht von euch abwendet.“ (Deuteronomium 24,15). Während sich Ansichten über die Bedeutung dieses Textes über die Zeit verändert haben, betont Jacob Neusner drei Grundrichtungen der Interpretation; jede davon wird einem führenden Rabbi aus Jesu Zeit zugeschrieben.

Der Gelehrte Schammai sagt, „Ein Mann sollte sich von seiner Frau nur dann scheiden lassen, wenn er etwas Unzüchtiges an ihr findet, weil gesagt ist, ‚Weil er in ihr Blöße einer Sache gefunden hat…‘“

Der Gelehrte Hillel sagt, „Selbst wenn sie sein Gericht verdorben hat, weil gesagt ist, ‚ Weil er in ihr Blöße einer Sache gefunden hat…‘“

Rabbi Akiba sagt, „Selbst wenn er eine hübschere Frau als sie gefunden hat, weil gesagt ist, ‚Und wenn sie ihm nicht mehr gefällt‘…“ (1)

Manche interpretierten „Blöße einer Sache“ oder „eine Anstößigkeit“ als irgendetwas, das dem Mann an seiner Frau nicht gefällt; selbst wenn es schlechte Kochkünste sind. Wenn also der Mann verärgert ist, reicht das als Grund für eine Scheidung aus. Andere gehen noch weiter und sagen, dass allein eine attraktivere Frau als Grund für ein Problem mit seiner Ehefrau ausreicht, und somit auch für eine Scheidung. Aber Schammais Interpretation begrenzt diesen Ausdruck allein auf eheliche Untreue. Für Schammai ist eine Scheidung nur denkbar, wenn die Frau ihren Mann betrogen hat.

Mit dieser Debatte im Hintergrund kommen die Pharisäer auf Jesus zu und fragen, „Was ist deine Meinung zu diesem Thema?“ Und das ist der erste große Hinweis, um diese Erzählung zu verstehen. Sie bitten Jesus nicht, über Scheidung und Wiederheirat allgemein zu sprechen. Sie wollen Jesu Meinung in dieser Debatte um den Ausdruck ‚ervat davar, „Blöße einer Sache“; also um rechtfertigende Gründe für eine Scheidung.

Daher beinhalten Jesu Worte zu Scheidung und Wiederheirat keine umfassende Lehre zu dem Thema. Tatsächlich finden wir in der ganzen hebräischen Bibel nur Situationen, in denen es explizit über Scheidung und Wiederheirat geht, die nur schwer mit heutigen Ehen vergleichbar sind.

Mehr als ein Grund für Scheidung

Zweimal lesen wir in der hebräische Bibel davon, wie Gott nicht nur einen, sondern mehrere zulässige Gründe für eine Scheidung gibt. In Deuteronomium 24,1-4 lesen wir von dem ziemlich uneindeutigen Grund, den wir oben bereits diskutiert haben. Und wir sollten beachten, dass es hier nur um Männer ging, die sich von ihrer Frau scheiden lassen wollen.

Bei der Frage der Pharisäer an Jesus über Scheidung ging es nur darum, herauszufinden, was Männer mit Frauen machen dürfen. Die Frage selbst offenbart ein Problem in ihren Herzen, nämlich ihren Wunsch, über Frauen zu denken und sie zu behandeln, als wären sie weniger wert als Männer; als wären sie Objekte.

In Exodus 21,10-11 ändert sich die Perspektive. In diesem Fall geht es um eine versklavte Frau in einer polygamen Ehe, deren Ehemann eine weitere Frau heiratet und seine erste Frau nicht mehr gut behandelt. Gott erlaubt der ersten Ehefrau, ihren Mann zu verlassen, wenn er sie nicht mehr angemessen mit Essen und Kleidung versorgt oder ihr sexuelle Intimität verwehrt. „Vernachlässigt er eine dieser drei Pflichten, muss er sie unentgeltlich freilassen.“ (Exodus 21,11).

Diese Ehe zwischen einem Mann und einer Sklavin, die er zur Ehefrau nimmt, ist im Grunde nicht vergleichbar mit den meisten modernen Ehe-Bräuchen. Aber Gottes Hauptanliegen, die Schwachen zu schützen und sie großzügig zu behandeln, ist klar.

Trotzdem bietet die Bibel keine umfassende Lehre, die alle Situationen zu Ehe und Scheidung abdeckt. Die Tora weist darauf hin, dass eine Scheidung aus mehreren Gründen zulässig sein kann, aber explizit spricht sie nur über sehr spezifische Situationen.

Eden und das ursprüngliche Bild der Ehe

Als die Pharisäer versuchen, Jesus in ihrer andauernden Debatte um rechtmäßige Scheidung einzufangen, sagt er, dass sie nicht verstehen, worum es geht. Männer suchen nach „frommen” Gründen, um ihre Frauen loszuwerden, aber sie fragen, „Wo ist die rechtmäßige Grenze? Wann dürfen wir uns scheiden lassen?” Jesus weiß, wie verletzend Scheidung sein kann, also bezieht er sich auf einen weisen Umgang damit, nicht darauf, ob es erlaubt ist oder nicht.

Stell dir vor, ein Kind fragt seine Eltern, „Wann darf ich meinen Körper radioaktiver Strahlung aussetzen?“ Gute Eltern werden wahrscheinlich sagen, „Niemals! Wir wollen, dass du glücklich und gesund bist. Radioaktive Strahlung ist schädlich für dich!” Das kombiniert grundlegende Weisheit mit einer großen Wertschätzung des Lebens.

Die Situation sieht aber ganz anders aus, wenn dasselbe Kind Krebs im Endstadium hat. In diesem Fall kann radioaktive Strahlung (in Form von Chemotherapie) den schädlichen Prozess verlangsamen oder sogar stoppen. Eine solche Behandlung schädigt aber auch gesunde Zellen; der Krebs macht die Bestrahlung nicht plötzlich gesund. Aber in dieser schrecklichen Situation kann der Schaden durch die radioaktive Strahlung den noch größeren Schaden durch den Krebs verringern oder sogar aufhalten.

Jesus argumentiert ähnlich in Bezug auf Scheidung. Er bezieht sich auf Gottes ursprüngliche und gute Idee der Ehe aus der Eden-Erzählung (Genesis 2,24-25). „Habt ihr die Eden-Erzählung nicht gelesen?“ fragt Jesus die Pharisäer. „Sie sind also nicht mehr zwei,“ sagt er, „sondern eins.“ (Matthäus 19,4-5) Das beschreibt eine tiefgreifende und innige Verbindung. Es gibt keinen schmerzlosen Weg, keinen sauberen Schnitt, um eine Ehe zu beenden. Es ist schmerzhaft – sehr schmerzhaft. Gottes guter Wille für die Ehe ist es, in Liebe weiter zu bestehen, ohne zu zerbrechen.

Die Pharisäer antworten, „Warum hat Mose dann aber gesagt, dass [der Ehemann] der Frau einen Scheidebrief ausstellen soll, bevor [er] sie wegschickt?“ (Matthäus 19,7). Es ist, als hätten sie gefragt, „Wenn radioaktive Strahlung so schlecht ist, warum hat Gott uns dann befohlen, uns ihr auszusetzen? Hm?“ Dazu würde Jesus sagen, „Er hat es nicht befohlen, er hat es erlaubt.“

Genauso erklärt Jesus, dass Mose Scheidung erlaubt hat, aber er hat es niemals befohlen. Im Gegenteil, angesichts der Hartherzigkeit der Menschen zeigt Gott seinen Willen als Antwort auf die Korruption menschlicher Sünde. Das betreffende Gesetz (Deuteronomium 24,1-4) zielt darauf ab, weiteren Schaden an Frauen in Situationen zu verhindern, in denen sie wahrscheinlich schlecht behandelt werden. Wenn ein Herz zu verhärtet und beschädigt ist – man könnte auch sagen, von ehelichem Krebs befallen – dann kann der Schaden einer Scheidung dem weiter andauernden Schaden durch eine Fortsetzung der Ehe vorzuziehen sein.

Der britische Theologe Charles Cranfield sagt, Jesus habe Deuteronomium 24,1 nicht beiseite geschoben und eine unerbittliche Haltung eingenommen, sondern die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit gelenkt, klar zu unterscheiden zwischen den Elementen der alttestamentlichen Gesetze, die den perfekten Willen Gottes widerspiegeln, auf der einen Seite und auf der anderen Seite den Elementen, die nicht seinen perfekten absoluten Willen, sondern seinen Willen als Antwort auf durch menschliche Sünde hervorgebrachte Umstände, widerspiegeln. (2)

Manche Pharisäer denken, Jesus verneint das Gesetz des Mose, aber im Gegenteil offenbart er etwas, das sie übersehen haben.

Gehören Scheidung und Ehebruch zusammen?

Jesus spricht auch in der Bergpredigt über Scheidung und Wiederheirat (Matthäus 5,31-32). Dort scheint er in zwei schlagkräftigen Versen zu schlussfolgern, dass ein Mann, der sich von seiner Frau scheiden lässt, „sie in den Ehebruch [treibt]“.

Wow. Ernsthaft? Es wird helfen, das etwas zu entwirren.

Wir könnten Jesu Anweisung in Matthäus 5,31-32 in etwa so paraphrasieren: Männer, hört auf, Frauen durch leichtfertige Heirat und Scheidung schlecht zu behandeln, weil es ja legal ist. Ihr denkt, Scheidung ist ein komfortabler Weg, um neu anzufangen, aber das ist nicht möglich. Es ist grausam, schmerzhaft, und, wie radioaktive Strahlung, nur für schwerwiegende Situationen gedacht.

In Vers 32 erklärt Jesus, wann er eine Scheidung für gerechtfertigt hält. Im Fall von porneia – einem griechischer Begriff, der „Ehebruch“ enthält, sich aber viel weitgreifender auf „sexuelle Unmoral“ bezieht (siehe auch Matthäus 19,9) – ist die eheliche Einheit gebrochen.

Was genau meint er aber mit porneia? Pornografie? Emotionale Affären? Wo ist die Grenze? Jesus stellt das nicht klar, aber er spricht ein Grundprinzip an. Er überlässt es den Menschen, mit Gottes Weisheit die Bedeutung sexueller Unmoral zu begreifen.

Und dann, so wie es in vielen verbreiteten Übersetzungen beschrieben wird, kommt Jesus zu einer schockierenden Schlussfolgerung, „Ich aber sage euch: Jeder, der sich von seiner Frau trennt – es sei denn, sie ist ihm sexuell untreu geworden –, treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht auch Ehebruch.“ (Matthäus 5,32)

Wie kann ein Mann, der sich von seiner Frau scheiden lässt, sie in den Ehebruch „treiben“? Bedeutet das, dass Wiederheirat nach einer Scheidung automatisch als Ehebruch einzuordnen ist? Viele Übersetzungen deuten das an:

„Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.“ (LUT)

„Ich aber sage: Wenn ein Mann sich von seiner Frau scheiden lässt – es sei denn, sie war untreu –, macht er sie zur Ehebrecherin. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, begeht ebenfalls Ehebruch.“ (NL)

Die Formulierung „in den Ehebruch treiben“ ist unglücklich, da die Frau hier nicht aktiv wird. Es passiert ihr. Es wird gegen sie gehandelt. Dieser Ausdruck meint eigentlich, dass der Mann „macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird“ (poiei auten moikheuthenai). Die betreffende Frau sündigt nicht, ihr wird Schaden zugefügt.

Jesu Worte zu diesem Thema waren wahrscheinlich damals sehr umstritten, wie Bibelwissenschaftler John Nolland erklärt. Ganz im Gegensatz zu kulturellen Annahmen behauptet Jesus, eine Frau könnte ein „Opfer von Ehebruch durch die Handlung ihres Mannes“ sein. Er fügt hinzu, dass damit ein Mann nicht „neu anfangen“ und „frei“ sein könne für eine neue Ehe. Im Gegenteil, wenn er eine neue Beziehung beginnt, sei dies ein Akt von Ehebruch gegen seine verlassene Frau. (3)

Jesus spricht nicht über andere rechtfertigende Gründe für eine Scheidung und Wiederheirat. Sein Ziel ist es, Frauen zu beschützen, die benutzt und misshandelt werden. Und er erklärt, dass Leben in Gottes Königreich die Schutzlosen beschützt und gerechtes Verhalten gegenüber allen sicherstellt.

Besonders in den Fällen, in denen der Schaden der Scheidung in Kauf genommen wird, um weiteren Schaden durch die Fortsetzung der Ehe zu verhindern, müssen Frauen als gleichwertige Partner berücksichtigt, und können nicht einfach verlassen oder weggeschickt werden. Jesu gesamte Lehre über Scheidung zielt darauf ab, Frauen vor dem Missbrauch sozialer Macht durch Männer zu schützen.

Gottes Weisheit aus der Schöpfung

Als die religiösen Experten Jesus das erste Mal zu rechtmäßigen Gründen für eine Scheidung herausfordern, fordert Jesus im Gegenzug sie heraus, nicht weiter rechtfertigende Gründe für ihr eigenes schädigendes Verhalten zu suchen, sondern auf Gottes Weisheit aus der Schöpfung zu achten. Von Anfang an erklärt Genesis 1,27:

Da schuf Gott den Menschen (’adam) nach seinem Bild, er schuf ihn als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie.

Der eine Mensch (im Hebräischen ’adam) wird zwei – männlich und weiblich – so dass sie sich als ein Fleisch wiedervereinigen können. Dieses Bild von Einheit zwischen Mann und Frau wird in Matthäus 19,6 aufgenommen und betont, „das soll der Mensch nicht scheiden.“

Die Pharisäer berufen sich auf Moses Anweisungen zur Scheidung, aber Jesus erinnert sie daran, dass diese nur aufgrund der Hartherzigkeit der Menschen gegeben wurden. Es war nie Gottes Wille, dass verheiratete Menschen sich scheiden lassen, und das ist es auch jetzt nicht. Aber wegen der Umstände, die die Sünde der Menschen mit sich bringt, erlaubt er auch Scheidung. Das gilt vor allem, aber nicht ausschließlich, für Fälle von Vernachlässigung, Misshandlung und Untreue.

Jesu gesamte Interaktion mit den religiösen Anführern in Matthäus 19 wird in der Bergpredigt auf eine kurze Aussage zusammengedampft, aber beide enthalten die gleiche Botschaft: Gottes Absicht für die Menschen war es von Anfang an, als gleichberechtigte Partner zu leben. Die Ehe sollte nie Vernachlässigung oder Misshandlung beinhalten. Und wenn eine Scheidung größeren Schaden verhindert, soll keine Partei die andere ausnutzen.

Im Original von BibleProject Scholar Team
Übersetzung von visiomedia Team

  1. Jacob Neusner, The Babylonian Talmud: A Translation and Commentary, vol. 11b (Peabody: Hendrickson, 2011), 404.
  2. C.E.B. Cranfield, „The Matthean Divorce Pericope,“ in The Bible and Christian Life: A Collection of Essays (T&T Clark: UK, 1985), 229-230.
  3. John Nolland, The Gospel of Matthew: A Commentary on the Greek Text, New International Greek Testament Commentary (Grand Rapids: Eerdmans; Paternoster Press, 2005), 243-244.