Neutestamentliche Briefe: Historischer Kontext
Neutestamentliche Briefe: Historischer Kontext
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Neutestamentliche Briefe: Historischer Kontext

Im Neuen Testament gibt es 21 Briefe, geschrieben von frühen christlichen Anführern an Gemeinden von Jesus-NachfolgerInnen in der antiken römischen Welt. Um diese Briefe richtig lesen und verstehen zu können, muss man sich mit dem historischen Kontext vertraut machen, in dem sie verfasst wurden.

Die Briefe des Neuen Testaments in ihrem historischen Kontext betrachtet

Die Briefe im Neuen Testament sind von den Aposteln geschrieben, also den Leuten, die Jesus dazu berufen hat, die gute Botschaft von seinem Königreich weiterzugeben. Sie schrieben an die Nachfolger Jesu, die in verschiedenen Städten des römischen Reichs lebten. Und wenn man einen Brief liest, der gar nicht an einen selbst geschrieben wurde, muss man ihn in den richtigen Kontext setzen, um ihn zu verstehen.

Die Apostel sahen sich als Botschafter und verkündigten die Ankunft von Gottes Königreich in Jesus. Zum Beispiel der Apostel Paulus. In seinem Brief an die Hausgemeinden in Rom über die gute Botschaft beschreibt er seine Aufgabe: Er sollte Menschen aller Nationen dazu auffordern, Jesus als dem erhabenen König der Welt nachzufolgen.

Also geht es schon um alle Nationen auf der ganzen Welt. Aber dennoch war der Brief an die Geschwister in Rom adressiert; dem Zentrum eines Imperiums, das seine Feinde besiegte, versklavte und hohe Steuern erhob. In dieser Kultur waren Frauen, Sklaven, Kinder und arme Menschen immer im Nachteil und galten als minderwertig. Aber in den Kreisen der Nachfolger Jesu wurde jeder mit Liebe und gleicher Würde behandelt.

Durch diese Briefe sehen wir also, wie die Apostel durch die gute Botschaft von König Jesus jeden Teil ihrer Kultur und ihres Lebens im ersten Jahrhundert hinterfragen und ändern. Durch ihr Beispiel erlangen wir Weisheit darüber, wie die gleiche gute Botschaft auch unsere heutige Kultur verändern kann.

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