Jüdische Meditationsliteratur
Jüdische Meditationsliteratur
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Jüdische Meditationsliteratur

Damit du die Bibel richtig verstehen kannst, musst du beim Lesen beachten, wer sie geschrieben hat und wann. Die jüdische Literatur hat ihre ganz besondere Schreibweise, ihren eigenen Stil und ihren unverwechselbaren Zweck. Leider ist ihr Design ganz anders als das, was wir heutzutage gewöhnt sind.

Jüdische Meditationsliteratur als literarisches Genie der Bibel

In Psalm 1 lesen wir von dem idealen Bibelleser. Es ist jemand, der Tag und Nacht über der Heiligen Schrift meditiert. Aber oft wirkt die Bibel undurchdringlich, voller Unklarheiten und in dichtem Schreibstil verfasst. Da läuft man schnell Gefahr, die Dinge falsch zu interpretieren.

Wir alle neigen dazu, der Bibel unsere eigenen kulturellen Annahmen aufzuerlegen, aber dieser dichte Erzählstil zwingt dich dazu, langsamer und sorgfältiger zu lesen. Du musst dich einlassen auf

diesen interaktiven Entdeckungsprozess durch die gesamte biblische Erzählung über ein ganzes Leben des Lesens und Nochmal-Lesens.

Die Idee ist, dass du dir selbst jeden Tag langsam und ruhig die Bibel laut vorliest, über die Rätsel nachdenkst, mit deinen Freunden darüber sprichst, Verbindungen herstellst und herausfindest, was es alles bedeutet. Und während du so über die Bibel meditierst und sie sich selbst interpretieren lässt, geschieht etwas Bemerkenswertes. Die Bibel beginnt, dich zu lesen, weil die Verfasser der Bibel letztlich wollen, dass du diese Geschichte als deine Geschichte annimmst.

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